Rosa-Luxemburg-Club Tübingen
Ingar Solty ist Referent für Friedens- und Sicherheitspolitik am Zentrum für Gesellschaftsanalyse und politische Bildung der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin. Von ihm erschien zuletzt im Sommer 2026 die Flugschrift „Innere Zeitenwende. Die Militarisierung von Deutschlands Gesellschaft und Alltagskultur“ im VSA-Verlag.
Der globale Kapitalismus befindet sich in einer Dauerkrise: globale Finanzkrise, Eurokrise, „Flüchtlingskrise“, Corona-Krise, Krise als Ergebnis der neuen Kriege von der Ukraine bis Nahost. All diese Krisen sind gleichzeitig vorhanden und verändern dabei, wie schon immer in der Geschichte, auch den Kapitalismus selbst.
Ingar Solty kommt auf Einladung des Rosa-Luxemburg-Clubs nach Tübingen, um sein Buch „Der postliberale Kapitalismus. Renationalisierung – Krise – Krieg“ zu diskutieren. Denn: Die neoliberale Weltordnung und die unangefochtene Hegemonie der USA waren einmal. In den Konflikten um den Aufstieg und Abstieg von Großmächten wird der Kapitalismus postliberal: Entdemokratisierung, Autoritarismus, (Wirtschafts-)Nationalismus, Militarismus, Imperialismus und (Wirtschafts-)Krieg sind die neue Normalität. Am Horizont zeichnen sich die Konturen eines neuen Kalten Krieges mit Aussicht auf heiße Stellvertreterkriege und Eskalation ab. Doch können die großen Menschheitsfragen wie Frieden, Sicherheit, soziale Ungleichheit, sozialer Zusammenhalt, Demokratie, Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Artensterben warten? Ingar Solty zeigt die Ursachen und Hintergründe der Krise auf und präsentiert Alternativen für eine bessere Zukunft für alle.