Ernst Busch auf der Bühne. Berlin 1957

Bill-Bjelozerkowski: „Sturm“, Deutsches Theater, Premiere: 4. Dezember 1957.

Zum 40. Jahrestag der Oktoberrevolution hatte Intendant Wolfgang Langhoff 1957 das sowjetische Revolutionsstück „STURM“ als deutsche Erstaufführung inszeniert und Ernst Busch mit der Hauptrolle des Kreisparteikomitee-Vorsitzenden einer russischen Kleinstadt besetzt. Schon bei den ersten Proben rief Busch für mehrere Szenen nach Liedern, die Hanns Eisler alsbald für den Freund schuf – die längst berühmten Majakowski-Gesänge -, dazu stellte Langhoff im Finale das Becher-Lied „Lenin“ von 1950.

Das Stück spielt im Jahre 1919, mitten in den Jahren des nachrevolutionären Bürgerkriegs. Die Gruppe der Kommunisten kämpft unter härtesten Bedingungen für die Festigung der Sowjetmacht. In der Stadt ist der Flecktyphus ausgebrochen. Nicht alle Verantwortlichen folgen den vom Vorsitzenden angeordneten Maßnahmen. Und in der Kaserne haben mehrere ehemals zaristische Offiziere und Soldaten nur scheinbar das Mäntelchen zu rot gewechselt, während sie mit der feindlichen Armee Denikins noch immer in Kontakt stehen. Diese planen für einen in der Stadt anstehenden Subbotnik den konterrevolutionären Putsch. Er wird am Ende verhindert, im Kampf gegen die Weißen fällt auch der Vorsitzende des Kreisparteikomitees. Die Revolution aber hat ein weiteres Mal gesiegt.

Bill-Bjelozerkowski: Sturm, Deutsches Theater, Premiere: 4. Dezember 1957. Regie: Wolfgang Langhoff, Musik: Hanns Eisler. Szenen aus einem Vorstellungs-Audiomitschnitt vom 12. April 1958.

Kommentiert von Dr. Jürgen Schebera sind große Schauspieler der Langhoff-Ära am Deutschen Theater zu hören, neben Busch u. a. Gerhart Bienert, Herwart Grosse, Gisela May, Mathilde Danegger, Friedrich Richter, sowie Langhoff selbst in der Rolle eines Bolschewiken der ersten Stunde. Die gefeierte Inszenierung erlebte 70 Aufführungen bis zum Mai 1960. Moderation: Carola Schramm. Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Ernst Busch Gesellschaft.

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8. Oktober 2026 19:00
8. Oktober 2026 21:00
Kopenhagener Str. 9, 10437 Berlin

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Die Rosa-Luxemburg-Stiftung gehört zu den großen Trägern politischer Bildungsarbeit in der Bundesrepublik Deutschland. Sie versteht sich als ein Teil der geistigen Grundströmung des demokratischen Sozialismus.