Anhaltender Frieden braucht Friedensarbeit außerhalb von Armeen, Parlamenten und Regierungsbehörden. Die Lösung eines langwierigen Konflikts wie dem in der kurdischen Region muss auch diejenigen einbeziehen, die in andere Länder vertrieben wurden.
Deutschland beherbergt mit schätzungsweise 1 bis 1,5 Millionen Menschen die weltweit größte kurdische Diaspora. Ihre Perspektiven und Beiträge sind für den Erfolg und die Nachhaltigkeit des Friedens in der Türkei zu bedeutend, um übergangen zu werden. Es müssen allerdings noch weitere Wege und Räume etabliert werden, damit kurdischen Gemeinschaften in Deutschland und ihre zivilgesellschaftlichen Organisationen in vollem Umfang und wirksamer zum Friedensprozess beitragen können.
Öffentliche Podiumsdiskussion mit Einblicken in die aktuelle Lage des Friedensprozesses in der Türkei und die Rolle der kurdischen Diaspora
Mit:
- Prof. Mithat Sancar (Abgeordneter, DEM-Partei)
- Dr. Rosa Burç (Soziologin)
- Berîvan Aymaz (angefragt, Abgeordnete des Landtags von Nordrhein-Westfalen, Grüne)
- Gökay Akbulut (angefragt, MdB, Die Linke)
- Moderation: Julia Strutz, Off University
Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Türkisch mit Simultanübersetzung statt.
Der Abend schließt mit einem Konzert von Loma Reqs ab.
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung, die Heinrich-Böll-Stiftung und Off University laden Vertreter*innen kurdischer Organisationen in Deutschland ein, sich in einem sicheren und selbstorganisierten Raum kritisch mit dem Friedensprozess in der Türkei auseinanderzusetzen. Ziel der zweitägigen Zusammenkunft ist es, Forderungen zu formulieren, um zur Friedensarbeit beizutragen und den politischen Prozess hier und anderswo mitzugestalten.
Die Veranstaltung ist der Auftakt zu dem zweitägigen Symposium „Deutsch-kurdische Stimmen im Friedensprozess der Türkei“.
Samstag, 31.Oktober: Geschlossene Veranstaltung – Workshops
Heinrich Böll Stiftung, Schumann Straße 8, 10117 Berlin-Mitte