Der russische Angriff auf die Ukraine hat die Frage nach dem Charakter des russischen Imperialismus aufgerufen. In ihrem jüngst erschienenen Buch arbeiten Ilya Budraitskis und Ilya Matveev sowohl die Spezifika des russischen Imperialismus als auch ihre globalen Auswirkungen heraus. Ihre Leitfragen sind: Sind Russlands imperialistische Neigungen ein notwendiges Nebenprodukt der Entwicklungen von Russlands postsowjetischer kapitalistischer Ökonomie? Oder sind sie vielmehr ein hässlicher Überrest der sowjetischen und imperialen Vergangenheiten, ein Gespenst, welches nun genau wegen der Schwäche der postsowjetischen kapitalistischen Entwicklung Russlands sich offenbart?
In ihrem Vortrag werden die beiden ihre wichtigsten Erkenntnisse vorstellen. Sasha Talaver wird in ihrem Kommentar insbesondere die biopolitische Dimension des russischen Imperialismus analysieren. Der Vortrag und die Diskussion finden auf Englisch mit Simultanübersetzung ins Deutsche statt.
Eine Veranstaltung der Hellen Panke e.V. und des Europareferats der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Kosten: 2 €.