Kinderarmut beeinflusst nicht nur die materielle Lebenslage von Kindern und Jugendlichen, sondern auch ihre Bildungs-, Beteiligungs- und Zukunftschancen. Kinder und Jugendliche in Armutslagen nehmen seltener an außerschulischen Bildungsangeboten teil, erleben häufiger Ausgrenzung und verfügen oftmals über geringere Möglichkeiten, demokratische Selbstwirksamkeit zu erfahren. Politische Bildung kann hier einen wichtigen Beitrag leisten, wenn sie armutssensibel, lebensweltorientiert und niedrigschwellig gestaltet wird.
Die Fachtagung bringt Multiplikator(inn)en aus politischer Bildung, Jugendhilfe, Wissenschaft, Kommunen und Zivilgesellschaft zusammen. Ziel ist es, Armut nicht als persönliches Versagen einzelner Menschen zu begreifen, sondern als strukturelles Problem, das durch ungleiche Lebensbedingungen entsteht. Politische Bildung kann helfen, diese Ursachen und Zusammenhänge sichtbar zu machen, Betroffenenperspektiven Gehör zu verschaffen und Barrieren abzubauen, sodass Chancengerechtigkeit und demokratische Teilhabe auch unter Bedingungen von Armut tatsächlich erreichbar werden.