Brasilien nach der Wahl – Analysen, Brüche und Perspektiven | Brasil pós-eleições: análises, rupturas e perspectivas

Im Oktober 2026 wählt Brasilien eine neue Präsidentschaft, dazu den Senat, die Abgeordnetenkammer, die Gouverneursposten und die Landesparlamente. Der Wahlkampf ist geprägt vom Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Präsident Luiz Inácio Lula da Silva (PT) und Flávio Bolsonaro (PL), Sohn des Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro, der wegen eines versuchten Putsches verurteilten wurde. Es ist ein entscheidender Moment für das Land und für die Region: Nach Jahren intensiver Polarisierung und der Konsolidierung der extremen Rechten im brasilianischen Kongress steht Brasilien vor der Frage, wie es weitergehen soll.

Wenige Tage nach der Wahlentscheidung wollen wir gemeinsam mit Gästen aus Brasilien die Ergebnisse einordnen. Steht Brasilien vor einer weiteren demokratischen Konsolidierung oder vor einer Stärkung der extremen Rechten an der Macht? Ausgehend von den Kräfteverhältnissen, die sich im Kongress und in den Bundesstaaten abzeichnen, diskutieren wir, was in den kommenden Jahren zu erwarten ist – in welchen Bereichen Veränderungen anstehen und wo Kontinuität vorherrschen dürfte. Über die Präsidentschaft hinaus richten wir den Blick darauf, was das Ergebnis für den Schutz indigener und traditioneller Territorien, für die Bevölkerung der urbanen Peripherien, für die Umweltpolitik und für die Verteidigung der Frauenrechte bedeutet – und welchen Platz die Linke und die sozialen Bewegungen nach der Wahl einnehmen können. Wir blicken zudem auf Brasiliens Rolle in der Region und in der Welt: Welche Bedeutung hat die künftige Regierung für ein Lateinamerika, in dem sich von Venezuela bis nach Argentinien und Chile im Süden des Kontinents rechts-autoritäre Regierungen durchgesetzt haben, und welche Rolle wird Brasilien künftig in der internationalen Politik spielen?

Es diskutieren:

  • Áurea Carolina: ehemalige Stadträtin von Belo Horizonte, ehemalige Bundesabgeordnete von Minas Gerais und Kandidatin für den Senat für den Partido Socialismo e Liberdade (PSOL)
  • Auricelia Arapiun: indigene Führungspersönlichkeit am unteren Tapajós und Kandidatin für das Landesparlament von Pará für den Partido Socialismo e Liberdade (PSOL)
  • Nabil Bonduki: Architekt und Stadtplaner, Stadtrat in São Paulo und Kandidat für die Abgeordnetenkammer von São Paulo für den Partido dos Trabalhadores (PT)
  • Moderation: Christiane Gomes, Journalistin und Feministin, Projektkoordinatorin bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung – São Paulo

Die Veranstaltung findet auf Portugiesisch statt und wird simultan ins Deutsche verdolmetscht.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Kooperation mit dem Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V. (FDCL) im Rahmen der Berliner Brasiliendialoge.

Trägerinstitutionen des Berliner-Brasilien Dialogs: Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V., Lateinamerika Forum e.V., Rosa-Luxemburg Stiftung, Heinrich-Böll-Stiftung, Friedrich-Ebert-Stiftung, Lateinamerika-Institut der FU Berlin, Misereor, Brot für die Welt, Kooperation Brasilien e.V., Merian Centre Conviviality-Inequality in Latin America – Mecila und Brasilien Initiative Berlin.

Veranstaltungsdetails:

  • Zeit: 29. Okt. 2026, 19:00 Uhr Berlin / 15:00 Uhr Brasília
  • Anmeldelink: An Zoom-Meeting teilnehmen
  • Meeting-ID: 623 3539 1639
  • Kenncode: 947900

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Event Detail

29. Oktober 2026 19:00
29. Oktober 2026 20:45
Digitalevent

Organizers

Rosa-Luxemburg-Stiftung
info@rosalux.org
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung gehört zu den großen Trägern politischer Bildungsarbeit in der Bundesrepublik Deutschland. Sie versteht sich als ein Teil der geistigen Grundströmung des demokratischen Sozialismus.