Der Verein Black Dog – Jugend, Medienbildung und Bürgerkultur e.V. führt in Reichenbach in der sächsischen Oberlausitz Jugendfilm- und Jugendkulturprojekte durch und betreibt mit dem Kultur Klub ein kleines soziokulturelles Haus. Im Rahmen dieser Arbeit ist der Dokumentarfilm „Leyla, Moische, Dr. Singh und die anderen – gehen oder bleiben?“ entstanden, der internationale und jüdische Menschen in Bautzen, Chemnitz, Görlitz, Großhennersdorf, Löbau und Zittau besucht, vor allem in der Oberlausitz. Sie gewähren Einsicht in ihr Leben. Einige der 13 Protagonist*innen steuerten selbst kreative Beiträge für den Film bei. Mit dabei sind etwa ein ukrainischer Musiker und ein japanischer Globetrotter, der im Oberlausitzer Dorf „hängen geblieben“ ist. Außerdem ein syrischer HNO-Arzt, der für eine Approbation schuftet. Ein mozambikanische Koch, der schon zu DDR-Zeiten in Sachsen lebte. Eine eingebürgerte Syrerin und ihre ebenfalls eingebürgerte afghanische Kollegin, ein jüdischer Restaurantbetreiber, ein indische IT-Spezialist oder ein jüdischer Matheprofessor. Sie alle fragen sich: Gehen oder bleiben? Wohin steuert Sachsen, steuert Deutschland angesichts wachsendem Rassismus und Antisemitismus? Der Film tut nicht so, als ob er Antworten hätte. Er bietet Visionen für ein Zusammenleben an, von dem alle profitieren könn(t)en.
Uraufführung gemeinsam mit den Protagonist*innen, anschließend Publikumsgespräch
Weiterer Termin, 30. Oktober 2026, 19.30 Uhr, weitere Formate in Planung. Infos: http://www.black-dog-ev.de
Die Veranstaltung wird durch die Projektförderung der Amadeu Antonio Stiftung finanziell unterstützt. Um noch mehr wichtige Projekte gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus fördern zu können, brauchen wir deine Spende!