EXKURSIONSREIHE Im Gedenken unterwegs: Orte jüdischen Lebens
Bei einem Rundgang mit der Geschichtswerkstatt Tübingen lernen wir die jüdische Geschichte der Stadt kennen. Diese beginnt bereits im Mittelalter, im 15. Jahrhundert wurden die Jüdinnen und Juden allerdings aus Tübingen vertrieben. Erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts war ihnen eine Ansiedelung wieder erlaubt und 1882 gründete sich eine neue jüdische Gemeinde. Sie existierte bis 1939. Die Jüdinnen und Juden setzten wichtige Impulse in der Universitätsstadt. Zugleich wuchs vor 1933 der Antisemitismus. Die nationalsozialistische Verfolgungs- und Vernichtungspolitik bedeutete das Ende jüdischen Lebens in Tübingen. Den Spuren dieser Geschichte folgen wir, auch entlang von Stationen des 2016 eingeweihten „Geschichtspfads zum Nationalsozialismus“, und erhalten dabei vertiefte Einblicke in die Lebenswege der jüdischen Tübinger:innen.
Im Anschluss an den Rundgang haben wir die Gelegenheit, ein Fachgespräch über zentrale Aspekte des Antisemitismus damals und heute zu führen.
Die Exkursionsreihe ist Teil der Landeskooperation „Mittendrin. Jüdisches Leben im Südwesten“.
Kostenbeitrag entfällt. Anmeldung erforderlich.