Am 9. Oktober 2019, an Jom Kippur 5780, griff ein rechtsterroristischer Attentäter die Synagoge in Halle an und im Anschluss den nahegelegenen „Kiezdöner“. Er tötete zwei Menschen und bedrohte und verletzte weitere auf seiner Flucht ins nahegelegene Wiedersdorf. Der Anschlag vor sieben Jahren hat auf dramatische Weise antisemitischen, rassistischen und misogynen Hass verbunden.
Die „Initiative Antisemitismus und Rassismus gemeinsam bekämpfen“ und Helle Panke e.V. organisieren am 22. November eine ganztägige Bildungsreise nach Halle. Wir treffen lokale Akteure und Initiativen, die das Gedenken an den rechtsterroristischen Anschlag von Halle und Wiederdorf organisieren, u.a. die „Initiative 9. Oktober“ und die Jüdische Gemeinde. Bei einem Stadtrundgang werden wir uns gemeinsam mit Rachel Spicker mit dem Anschlag und seinem Nachwirken befassen, die Synagoge besuchen und im „TEKİEZ Raum des Erinnerns und der Solidarität“ schließlich mit Ismet Tekin – Überlebender des Anschlags – und zivilgesellschaftlichen Akteuren darüber sprechen, was der Wahlsieg der AfD für sie und ihre antifaschistische (Gedenk-)Politik bedeutet.
Wir fahren gemeinsam gegen 7 Uhr mit einem Reisebus vom Orainienplatz in Berlin-Kreuzberg aus los und sind gegen 21 Uhr zurück. Der Teilnahmebeitrag beträgt 55€ (normal), 70€ (Solipreis), 40€ (ermäßigt).