Immer mehr Menschen empfinden Distanz zur Politik, bezeichnen staatliche Institutionen und Akteure als fern und abgehoben und fühlen sich von Mandatsträgern nicht repräsentiert. Gleichzeitig erzeugen globale Krisen, wirtschaftliche Abhängigkeiten und geopolitische Krisen Gefühle von Ohnmacht und Überforderung. Die Folgen sind offenkundig: Die Bereitschaft zur politischen Mitwirkung und zur Übernahme politischer Verantwortung nimmt ab. Das Vertrauen in demokratische Prozesse und Institutionen schwindet, Polarisierung und Extremismus nehmen zu. Politikferne wird zur Gefahr für die Demokratie. Der Politische Nikolaus der Hauptabteilung Analyse und Beratung in der Konrad-Adenauer-Stiftung will das Spannungsfeld von politischer Nähe und Ferne aus unterschiedlichen Richtungen beleuchten: Wie kann Politik Bürgernähe zurückgewinnen und populistischen Vereinfachungen entgegentreten? Welche Rolle spielen Emotionen für demokratische Entscheidungsprozesse? Wie gelingt der Ausgleich zwischen globaler, regionaler und nationaler Verantwortung? Wie kann Europa zusammenhalten und strategische Handlungsfähigkeit zurückgewinnen? Und welche Gefahren folgen aus der Annäherung unterschiedlicher Extremismusformen für die offene Gesellschaft? Darüber diskutieren Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Medien und Zivilgesellschaft. Wir laden Sie ein mitzudenken und mitzureden. Denn die Frage nach Nähe und Ferne ist entscheidend für die Zukunft der Demokratie.