100 Jahre Fidel Castro und die Zukunft der kubanischen Revolution

Am 13. August 2026 jährte sich der Geburtstag Fidel Castros zum hundertsten Mal. Als Denker, politischer Führer, begnadeter Redner und entschiedener Verfechter des Selbstbestimmungsrechts der Völker, sowie der Würde aller Menschen durch einen universellen Zugang zu Gesundheit, Bildung und Kultur war Fidel Castro eine der prägendsten politischen Figuren des 20. Jahrhunderts – Inspiration für seine Mitstreiter*innen auf der ganzen Welt, erbittert bekämpft von seinen Gegner*innen.

Sein politisches Wirken und die kubanische Revolution haben die Geschichte Lateinamerikas und der internationalen Linken nachhaltig geprägt. Heute steht der kubanische Weg vor einer seiner größten Herausforderungen seit dem Sieg der Revolution. Die aggressive Zuspitzung der US-Blockade unter Donald Trump setzt die kubanische Bevölkerung massiv unter Druck, während offene militärische Drohungen die Souveränität des Landes infrage stellen. Gleichzeitig verschärfen wirtschaftliche Schwierigkeiten den Handlungsdruck; junge Menschen verlassen auf der Suche nach besseren Lebensperspektiven das Land. In dieser Gemengelage setzt Kuba derzeit weitreichende Reformen um, die große Teile der nationalen Wirtschaft für private Akteure öffnen und neben Chancen auch erhebliche Risiken bergen.

Vor diesem Hintergrund fragen wir auf der Konferenz nach der Aktualität von Fidel Castros Denken:

  • Was lässt sich aus seinen politischen Erfahrungen für die Herausforderungen unserer Zeit lernen?
  • Welche Ideen zu Souveränität, Internationalismus und Solidarität haben auch heute Bedeutung?
  • Wie ist die aktuelle Zuspitzung des Konflikts mit den USA im größeren Kontext des geopolitischen Umbruchs zu verstehen?
  • Wie kann ein Land in einem feindlichen Umfeld seine politische und gesellschaftliche Eigenständigkeit bewahren und zugleich an seinen sozialen Errungenschaften festhalten?
  • Welche Erfahrungen Kubas sind für soziale Bewegungen und progressive Kräfte weltweit weiterhin relevant und welche Möglichkeiten mit der kubanischen Bevölkerung gibt es?

Die Konferenz verbindet historische Perspektiven mit aktuellen politischen Debatten. Sie möchte Raum für Austausch, Diskussionen und neue Ideen schaffen – über Kuba, Fidel Castro, die Zukunft der kubanischen Revolution und die Perspektiven einer internationalistischen Linken.

Mit Beiträgen von Ines Schwerdtner, Katiuska Blanco, René González, Felix Valdés, Georgina Alfonso und weiteren Gäst*innen.

Das weitere Programm wird in Kürze veröffentlicht.

Die Teilnahme ist kostenfrei, um Anmeldung (s.o.) wird gebeten.

Die Konferenz findet auf Deutsch und Spanisch statt. Eine Simultandolmetschung wird angeboten.

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Event Detail

16. Oktober 2026 19:00
18. Oktober 2026 17:00
Straße der Pariser Kommune 8A, 10243 Berlin

Organizers

Rosa-Luxemburg-Stiftung
info@rosalux.org
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung gehört zu den großen Trägern politischer Bildungsarbeit in der Bundesrepublik Deutschland. Sie versteht sich als ein Teil der geistigen Grundströmung des demokratischen Sozialismus.