Die 68er-Bewegung forderte eine Erneuerung der BRD: Proteste gegen NS-Vergangenheit, Notstandsgesetze und Vietnamkrieg stießen Reformen im Strafrecht und der Gleichstellung an. Doch neue Lebensformen und der Übergang zum RAF-Terror spalteten die Gesellschaft. Das Seminar ordnet die Jahre 1959–1972 multiperspektivisch ein (Ost-West-Vergleich, Kirche, globale Proteste) und regt zur Urteilsbildung an. Diskutiert wird auch der Bezug zu heutigen Fluchtbewegungen und Solidaritätswellen.