Die zweiteilige Reihe „Angekommen? Zwischen Fremdsein und Integration“ in Kooperation mit der SLUB Dresden zeigt, wie Ankommen Gesellschaft prägt. Der erste Abend blickt auf die Integration der Vertriebenen nach 1945 in Sachsen, der zweite auf die heutigen Herausforderungen ausländischer Arbeitskräfte im deutschen Arbeitsmarkt. Gemeinsam fragen wir, was Integration damals wie heute braucht.
Nach dem Zweiten Weltkrieg strömten über eine Million Menschen aus den deutschen Ostgebieten nach Sachsen. Gleichzeitig herrschte in der Nachkriegszeit Mangel an allem Nötigen, der die ansässigen und neu hinzugekommenen Menschen besonders herausforderte.
Speziell der ländliche Raum wurde, auch aufgrund der Bodenreform, zum Brennpunkt: Hier entstanden völlig neue Strukturen, neue Nachbarschaften und damit auch neue Konflikte.
Wie formte diese Begegnung das soziale Gefüge der Dörfer? Welche Werte und Erfahrungen brachten die Neuankömmlinge mit? Welche Strategien halfen damals, Brücken zu bauen – und wie lassen sich diese Erkenntnisse auf die Herausforderungen unserer Zeit übertragen? Das wollen wir mit unseren eingeladenen Expertinnen und Experten diskutieren.