Neue Perspektiven auf die Bildungsgeschichte von Arbeiter*innen
German Labour History Association in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Hans-Böckler-Stiftung und der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
Programm
Mittwoch, 11.11.2026
Vorher: Mitgliederversammlung German Labour History Association
15:30 Uhr: Begrüßung und Einführung: Sybille Marti, Wiebke Wiede
15:45–16:45
- Moderation: Sybille Marti
- Keynote: Sabine Reh, Zwischen Pädagogisierung von Strukturproblemen und Selbstregulation. Bildungsmaßnahmen für Erwerbslose (1914–1933)
16:45–17:00 Uhr: Pause
17:00–18:15 Uhr: Arbeiter:innenbildung in der DDR
- Moderation: Till Kössler
- Maike Sophia Baader/Sandra Koch, Die Darstellung und Thematisierung der lesenden und sich bildenden Arbeiter:innen in Bildungsmedien der DDR
- Christopher Hölzel, Vom humanistischen Bildungsideal zur musealen Praxis: Museumspädagogik und soziale Öffnung in der DDR am Beispiel der Staatlichen Museen zu Berlin
Abendessen im Halleschen Brauhaus (Selbstzahlerbasis)
Donnerstag, 12.11.2026
09:00–10:45 Uhr: Angleichung-Abgrenzung: Strategien gesellschaftlicher Durchsetzung
- Moderation: Johanna Wolf
- Ingrid Miethe, „Wie gewinnen wir die Jugend für den Sozialismus?“ Die Kontroverse um die sozialistische Kinder- und Jugendbildung zu Beginn des 20. Jahrhunderts
- Claudio Steiger, „So schritt die Agitation frisch und freudig vorwärts.“ Debatte und Praxis der Arbeiterinnenbildung um 1900 (Berlin/Zürich)
- Jan zum Mallen, Rechtliche Bildung und Rechtsberatung im Deutschen Landarbeiterverband (ca. 1890–1933)
10:45–11:00 Uhr: Pause
11:00–12:45 Uhr: Umgang mit Differenz
- Moderation: Niklas Venema
- Jan Kellershohn/Daniel Pöhl, Differenz ausbilden. Die Umschulungswerkstätten für Siedler und Auswanderer in Bitterfeld (1931–1945)
- Selina Breitbach, „Arbeitsplatz Deutschland“: Migrant Training Programs in West-German Companies, 1955–1973
- Manuel Lautenbacher, Arbeiter:innenbildung zwischen Multinationalität und Nationalisierung. Die sozialistische Bukowiner „Bildungsgemeinschaft“ 1926–1931
12:45–14:30 Uhr: Mittagspause
14:30–16:15 Uhr: Bürgerliche und konfessionelle Kontexte
- Moderation: Vincent Streichhahn
- Marcus Gräser, Bürgerliche Sozialreform und Arbeiter:innenbildung. Deutschland und die USA im Vergleich, 1860–1920
- Malte Ebner von Eschenbach, Artikulation vor Position. Die Bildungspraxis im Karlsruher Arbeiterdiskussionsklub
- Jacopo Ciammariconi, Politische Bildung, Arbeit und Konflikt: Die FIM-CISL und die Entstehung einer neuen Gewerkschaftskultur
16:15–16:45 Uhr: Pause
16:45–17:45 Uhr: Verleihung Thomas-Welskopp-Dissertationspreis
18:00 Uhr: Kleiner Empfang
Freitag, 13.11.2026
09:00–10:45 Uhr: Subjektivierung und Selbstbildung
- Moderation: Jens Elberfeld
- Susanne Boehm/Adrian Weiß, „… aufwärts aus der seelischen und geistigen Not […] und aufwärts aus der wirtschaftlichen Not!“ – Gewerkschaftliche Adressierung und Eigensinn junger Arbeiter*innen in der frühen Bundesrepublik (1948–1955)
- Daniel Rothenburg, Learning by doing: Selbstbildung und Wissensvermittlung in der englischen Genossenschaftsbewegung, ca. 1850er–1870er
- Hilke Hammer, „Lernt selbst die sozialistischen Ideen kennen, damit ihr sie lehren könnt.“ Die politische Bildung zu Anti-/Militarismus in der Zeitschrift Die Gleichheit. Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen (1892–1923)
10:45–11:00 Uhr: Pause
11:00–12:45 Uhr: Transformationsphasen
- Moderation: Stefan Müller
- Henning Podulski, Literaturvermittelte politische Bildung aus der Werkstatt. Der Werkkreis Literatur der Arbeitswelt zwischen kollektiver Literaturproduktion und politischer Bildungsarbeit Yves Müller, „Arbeit und Leben“ in der Transformation. Gewerkschaftliche Erwachsenenbildung und Zivilgesellschaft am Beispiel der HVHS „Akademie Haus Sonneck“ in Sachsen-Anhalt, 1990–2003
- Leandra Ulrike Oles, Arbeiterinnenbildung jenseits institutioneller Räume: Informelle Lernprozesse, Selbstermächtigung und politisches Handeln in der Fraueninitiative Rheinhausen (1987/88)
12:45-13:00: Pause
13:00–13:30: Abschluss