Gießen war vor der 48er Revolution eine der unruhigsten Städte Deutschlands. Radikale Demokraten um Friedrich Ludwig Weidig, Karl Follen und Georg Büchner mobilisierten erst die Studenten, dann die proletarisierten Bäuerinnen und Bauern gegen die feudale Obrigkeit. Während der 48er Revolution sprang der Funke auf die Handwerksgesellen über, die die ersten Organisationen der Arbeiterbewegung hervorbrachten. Diese Bewegung überstand die Reaktionszeit nach der verlorenen Revolution und die Zeit des Sozialistengesetzes und fand danach zu neuer Stärke. Nach der Jahrhundertwende erlebt Gießen dann die machtvollsten Streiks seiner Geschichte.
Der Lokalhistoriker Dieter Bender, welcher sich viel mit Zwangsarbeitern und Widerständlern des Faschismus im Kreis Gießen beschäftigt hat, arbeitet nun an einer neuen Veröffentlichung zur Geschichte der Arbeiterbewegung im Kreis Gießen. Seine Ergebnisse stellt er in Kooperation mit dem Rosa-Luxemburg-Club Giessen vor.
Eine Veranstaltung unseres Rosa-Luxemburg-Club Giessen.