Die Tour ist bereits ausgebucht; wir führen eine Warteliste
Am 18. April fahren wir nach Hoyerswerda und wollen uns dort im Rahmen von zwei ausgiebigen Stadtführungen mit der Geschichte auseinandersetzen. Wir fahren um 8 Uhr in Berlin vom Ostbahnhof los. In Hoyerswerda angekommen, erkunden wir unter Führung von Prof. Harald Kegler die Geschichte der DDR-Planstadt. Anschließend gibt es Mittagessen.
Nachmittags informieren wir uns auf einem Rundgang mit Jens-Uwe Röhl, Vorsitzender der Kulturfabrik Hoyerswerda, über die rechte Gewalt in den Wendejahren, über die Zeit in den 1990er Jahre und über die heutige Situation in der Stadt. Gegen 18 Uhr fahren wir zurück nach Berlin.
Auf der Hin- und Rückfahrt wird Lutz Kirschner uns kurz in die Person Gundermann einführen, über den wir uns auf der Rückfahrt einen Dokumentarfilm ansehen.
Programm
8 Uhr: Abfahrt Ostbahof, Ecke Koppenstraße (links vom Haupteingang Richtung Verdi und Schillingstra.)
10:30 Stadtour zur Stadt- und Industriegeschichte Hoyersweras mit Prof. Harald Kegler.
Der Rundgang führt vom Bahnhof in Hoyerswerda, wo 1955 die ersten Wohnbauten für das Braunkohleveredlungswerk Schwarze Pumpe, gegründet 1955, errichtet wurden, zu den ersten drei Wohnkomplexen von Hoyerswerda-Neustadt. Hier begann der Aufbau 1957 als zweite neue Stadtgründung der DDR. Es wurde zum ersten Mal eine ganze Stadt in industrieller Bauweise errichtet. Diesem Aufbau hat Brigitte Reimann ein literarisches Denkmal mit „Franziska Linkerhand“ gesetzt. Es werden beim Rundgang die Planungsgeschichte und die sozial-räumlichen Strukturen der Stadt erkundet. Die Transformation nach 1990 spielt dabei auch eine wichtige Rolle. Letztlich wird der Frage nachgegangen, welche Zukunft die neuen Städte, Eisenhüttenstadt, Hoyerswerda, Schwedt und Halle-Neustadt haben, die als Städte für die wirtschaftliche Entwicklung der DDR und als gebaute Gesellschaftsmodelle errichtet worden waren.
13:30 – 15 Uhr: Mittagessen
15 – 18 Uhr: Stadtführung mit Jens-Uwe Röhl, Kulturfabrik Hoyerswerda
Jens-Uwe Röhl ist seit vielen Jahrzehnten in Hoyerswerda und in der Kulturfabrik aktiv. Er ist außerdem eines der „Kinder von Hoy“ und wird uns auf einer Tour durch Hoyerswerda aus eigener persönlicher Erfahrung über die wechselvolle und schwierige, mitunter auch gefährliche Zeit der Wendejahre erzählen, aber auch über die vielen Jahre, die seitdem vergangen sind und die einstige Industriestadt Hoyerswerda stark verändert haben.
Referenten
Prof. Dr. habil. Harald Kegler, Martin-Luther-Universität-Halle-Wittenberg; tätig am Bauhaus Dessau von 1987 bis 1999 und ehem. Leiter der dortigen Abteilung „Werkstatt“, an der das Projekt Industrielles Gartenreich entwickelt worden war. Seit 2000 folgten Gastprofessuren an der University of Miami und der bauhaus-Universität Weimar, die Gründung eines eigenen Büros für Regionalplanung, und schließlich eine Professur für Stadtbau- und Planungsgeschichte sowie nachhaltige Raumplanung an der Universität Kassel (2013-2023) und seitdem eine Lehrbeauftragung an der MLU-Halle-Wittenberg zur Regionalentwicklung und Planungsgeschichte.
Jens-Uwe Röhl: Vorsitzender der Kulturfabrik Hoyerswerda, „Kind von Hoy“ und seit vielen jahrzehnten in Hoyerwerda aktiv.
Ostbahnhof, Am Ostbahnhof, Ecke Koppenstraße, 10243 Berlin
Kosten: 40.- (erm.) /60.-