Die Historikerin Christina Morina lebte mit ihrer Familie 2024/25 für ein Jahr in New York. Sie war als Gastprofessorin in die USA gekommen, um zur Geschichte der Demokratie zu forschen und zu lehren. Und plötzlich wurde sie Zeugin des Versuchs, diese zu zerstören. Aus nächster Nähe erlebte sie das fatale Comeback von Donald Trump und die Folgen für die US-amerikanische Demokratie, die sich auch im Alltag der Menschen zeigen.
In ihrem Buch „Das amerikanische Beben“ (2026) beschreibt sie auf sehr persönliche Weise, wie Trumps Angriff die Demokratie in ihrem Kern erschüttert hat. Zugleich stellt sie die Ereignisse in einen größeren Zusammenhang: Welche Rolle spielen historische und aktuelle Entwicklungen? Wie geraten Demokratien unter Druck? Wie kann man eine demokratische Ordnung gegen antidemokratische Angriffe schützen? Und welche Lehren lassen sich aus dem US-amerikanischen Beben für die Demokratie in Deutschland ziehen?
Christina Morina ist Professorin für Zeitgeschichte an der Universität Bielefeld. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Gesellschafts- und Nachgeschichte des Nationalsozialismus, in der politischen Kulturgeschichte des geteilten und vereinigten Deutschlands sowie in dem Verhältnis von Geschichte und Gedächtnis.
- Eintritt frei, Anmeldung nicht erforderlich
Eine Veranstaltung von: VHS Bielefeld, Rosa-Luxemburg-Club Bielefeld und Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW