Donald Trump zeigt sich mit Messi und Ronaldo im Weißen Haus, er besucht Fußballspiele, Rennstrecken, Kampfsportevents. Im Sport kann sich der US-Präsident volksnah geben, während seine Militäroperationen in Venezuela und im Iran Kritik hervorrufen. Auch die Fußball-WM 2026 bietet Trump eine Bühne. Sein Partner: Gianni Infantino. Der Fifa-Präsident hat Trump den „Peace Prize“ verliehen und wurde in dessen Friedensrat berufen.
Trump und die Fifa bilden ein Bündnis, das an eine globale Entwicklung anknüpft. Seit Jahren nutzen Staatschefs den Fußball für Nationalismus. Der serbische Präsident Vučić setzt bei Demonstrationen auf die Unterstützung von Hooligans. Der türkische Präsident Erdoğan lässt Stadien in Regionen errichten, in denen seine Partei beliebt ist. Und Saudi-Arabien treibt mit der WM 2034 die Transformation voran.
Ronny Blaschke, geboren und aufgewachsen in Rostock, ist als Buchautor und Journalist auf politische Themen im Sport spezialisiert. Zuletzt erschien „Spielfeld der Herrenmenschen – Kolonialismus und Rassismus im Fußball“, seinem sechsten Buch, mit dem er eine Debatte anstoßen möchte. Blaschke hält Vorträge und organisiert Bildungsangebote. Für seine Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet.
Die Veranstaltung ist Teil des vom IFC Rostock organisierten ‚Strandzeit‘ am Wochenende, 6.-7.Juni. Mehr Infos unter www.ifc-rostock.de/index.php/der-verein/ifc-strandzeit