„[…] der Sozialschmarotzer“ so der Titel eines Focus-Artikels im Oktober 1995. Doch auch heute gibt es immer wieder Berichte, in denen sich ähnliche Vorurteile wiederfinden. Ende letzten Jahres wurde in Talkshows und Artikeln häufig behauptet, wir könnten uns unseren Sozialstaat nicht mehr leisten und sogenannte „Totalverweigerer“ würden ihn ausnutzen.
Solche Behauptungen dienten als Argumente für eine schließlich umgesetzte Reform des Bürgergeldes. Seit dem 1. Juli heißt das Bürgergeld nun „Neue Grundsicherung“. Und mit dem neuen Namen gingen weitere Änderungen einher. Unter anderem wurden Totalsanktionen und der Vermittlungsvorrang wieder eingeführt. Aber was bedeutet das für Menschen im Leistungsbezug? Was ist dran an den Vorurteilen? Und kostet unser Sozialstaat wirklich zu viel?
Die Ausstellung geht diesen und weiteren Fragen nach. Betroffene kommen selbst zu Wort und zeigen in Videos und Kunstdrucken ihre Sicht auf die Reform. Texte und Grafiken vermitteln sozialpolitische Zusammenhänge und ordnen die aktuellen Veränderungen ein.
Öffnungszeiten 16.10.2026 bis 27.10.2026
Vernissage: Fr., 16.10.2026, ab 18 Uhr
Mi.–Fr. 16 Uhr bis 19 Uhr
Sa./So. 11 Uhr bis 15 Uhr
Programm
Gesprächsrunde am 21.10.2026, 18 Uhr
mit Meral Ökten, Thomas Wasilewski und Prof. Dr. Ute Fischer
Ort: STADT_RAUM, Hansastraße 3, Dortmund
weitere Infos hier
Ein Projekt im Rahmen von KOMMEN BLEIBEN GEHEN – Kreative Projekte an temporären Orten, unterstützt durch Kulturbüro Dortmund, Stadt Dortmund – Kulturbetriebe, Fachhochschule Dortmund und Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW