Deals mit Diktaturen: Buchvorstellung und Diskussion mit Frank Bösch

Der Umgang mit Diktatoren hat die bundesdeutsche Demokratie von Anfang an herausgefordert. Frank Bösch, Professor an der Universität Potsdam und Direktor des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung (ZZF), zeigt in seinem neuen Buch „Deals mit Diktatoren“ auf der Grundlage umfassender Archivrecherchen, wie die Deutschen enge Kontakte zu zahlreichen Diktaturen aufbauten. Mit den Regierungen wandelte sich der Austausch mit Autokratien in Südamerika, Ostasien oder im Ostblock. Durch gesellschaftlichen Protest gewannen Werte und Sanktionen allmählich an Bedeutung. Doch der wirtschaftsorientierte Pragmatismus blieb, wie Frank Bösch anschaulich zeigt, das vorherrschende Muster, das die Geschichte der Bundesrepublik zutiefst prägte.

„Böschs hochspannendes Buch ist eine Studie zum kalten Pragmatismus der Nachkriegsregierungen“
Deutschlandfunk

„Aus heutiger Sicht liest sich Böschs Buch wie eine Chronik unfassbarer Skandale.“
Süddeutsche Zeitung

 

Nach der Buchvorstellung findet ein Gespräch mit dem Autor statt. Eine Anmeldung ist bis zum 25. Juni möglich.

Event-Infos

26. Juni 2024 18:00
26. Juni 2024 20:00
Behrenstraße 15, 10117 Berlin

Veranstalter

Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung
info@willy-brandt.de
Die Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung wurde 1994 durch den Deutschen Bundestag mit Sitz in Berlin errichtet. Sie erinnert an das Wirken Willy Brandts für Frieden, Freiheit und Einheit des deutschen Volkes. Er setzte sich zudem für die Vereinigung Europas und die Verständigung und Versöhnung unter den Völkern ein. Die Stiftung erinnert zudem an seine Verdienste im Nord-Süd-Dialog. Sie leistet so einen Beitrag zum Verständnis der Geschichte des 20. Jahrhunderts und der Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland.