In Deutschland gibt es 17 Projekte von „Landnahmen“ der Anastasia-Bewegung – 5 allein davon im Norden Brandenburgs. Also in unserer unmittelbaren Umgebung. Damit ist Brandenburg zu einem Hotspot dieser Bewegung geworden. Und weitere „Landnahmen“ sind geplant…
Die Umweltaktivistin und Publizistin Hanna Poddig hat sich in ihrem 2025 herausgegebenen Buch mit dieser Bewegung analytisch genauer befasst. Anlass dazu gab ihr die während der Coronazeit entstandene Querdenkerszene. Diese zu analysieren erschien ihr eine nahezu überbordende Aufgabe, sodass sie sich auf einen Teil dieser Bewegung mit ihren zahlreichen Vernetzungen zu konzentrieren begann. Hanna Poddig hat sich kritisch mit den völkischen Siedler/innen im deutschsprachigen Raum, ihrer rechten Landnahme und schrägen Frauenbildern auseinandergesetzt und legt mit ihrem Buch eine gut lesbare Analyse dieser Bewegung von Selbstversorgern, Menschen mit blonden Haaren und blauen Augen, vor, die im Einklang mit der Natur leben, in ihrer Ausrichtung jedoch rechts-esoterisch daherkommen und stark im rechten Lager vernetzt sind. Zunächst befasst sie sich in ihrem Buch mit dem Anastasia-Mythos, den der Autor Wladimir Megre in seiner Romanreihe verarbeitete. Und hier besonders auf den in ihm enthaltenen Antisemitismus und die propagierte Vererbungslehre. Anschließend widmet sie sich konkreten Akteuren im deutschsprachigen Raum, um mit der Frage nach konkreten Handlungsoptionen zu enden.
Die „Omas gegen Rechts Neuruppin“ laden zu der Veranstaltung ein. Die Rosa-Luxemburg-Stiftung unterstützt die Veranstaltung.