Berlin und London verbindet eine enge Partnerschaft sowie vergleichbare Herausforderungen in zentralen Bereichen der Stadtentwicklung. Die Veranstaltungsreihe LondonBerlinDemocracy nimmt diese Verbindungen zum Anlass, aktuelle politische Fragestellungen aus einer vergleichenden Perspektive zu diskutieren.
Die Auftaktveranstaltung widmet sich der Wohnungskrise: Während die Probleme des Londoner Wohnungsmarktes seit Jahrzehnten sichtbar sind, ist das Thema Wohnen auch in Berlin zu einer der drängendsten sozialen und politischen Herausforderungen geworden.
Steigende Mieten, ein unzureichendes Wohnungsangebot und strukturelle Veränderungen seit der deutschen Wiedervereinigung haben den Berliner Wohnungsmarkt nachhaltig geprägt. Zugleich hat sich das Kräfteverhältnis zwischen öffentlicher Hand und privaten Akteurinnen verschoben. Vor diesem Hintergrund stellen sich grundlegende Fragen: Was steht für das soziale und kulturelle Leben auf dem Spiel, wenn sich so viele Menschen keinen angemessenen Wohnraum leisten können? Wie kann ein gerechter Ausgleich zwischen Mieterinnen und Vermieter:innen erreicht werden? Welche Rolle spielt die Immobilienwirtschaft? Welche Handlungsspielräume haben Land und Bezirke? Und inwieweit können Instrumente direkter Demokratie, wie etwa Volksentscheide, zur Lösung beitragen – oder nicht?
Die Veranstaltung nähert sich diesen Fragen aus einer externen Perspektive und bringt sie mit lokalen Erfahrungen in einen Dialog. Im Gespräch mit Expert:innen aus London und Berlin werden aktuelle Entwicklungen analysiert und unterschiedliche Sichtweisen auf die Situation diskutiert.