Die Gewerkschafterin – im Räderwerk der Atommafia

Als oberste Gewerkschafterin in einem französischen Atomkonzern erfährt Maureen Kearney von intransparenten internationalen Atomgeschäften – und schlägt Alarm bis hinauf in höchste Regierungskreise.

Nach mehreren Drohungen zu Beginn ihrer Proteste, wird sie kurz darauf in ihrem Haus brutal überfallen. Doch statt einer rapiden Aufklärung wird Maureen Kearney bald unterstellt, den Überfall selbst inszeniert zu haben. Es geht sogar so weit, dass sie in erster Instanz wegen Vortäuschung eines Gewaltverbrechens verurteilt wird.

Dank den Recherchen der Journalistin Caroline Michel-Aguirre werden zuletzt aber noch etliche Widersprüche in den Ermittlungen aufgedeckt und Maureen Kearney wird freigesprochen. Diese Recherchen dienen als Grundlage für das Buch „Die Gewerkschafterin“ welches Michel-Aguirre anschließend veröffentlichte und aus welchem bei der Veranstaltung gelesen wird.

Im anschließendem Gespräch werden unheilvolle Macht-Strukturen in der französischen Atomindustrie, die Verflechtungen auch mit deutschen Akteuren sowie der politische Kontext ebenso thematisiert wie die Frage, inwieweit sich Verbindungen zum russischen Angriffskrieg auf die Ukraine ziehen lassen.

Eva Stegen hat den Roman „Die Gewerkschafterin“ aus dem Französischen ins Deutsche übersetzt. Damit die Geschichte von Maureen Kearney nicht vergessen wird, ist sie seitdem regelmäßig bei Veranstaltungen und publiziert auch sonst rund um Atomenergie und ihre Hintergründe. Ihr Engagement für die Energiewende ist zudem nicht nur privat: seit über 20 Jahren ist Eva Stegen als Energiereferentin bei den Elektrizitätswerken Schönau in der Öffentlichkeitsarbeit tätig.

Die Räumlichkeiten des Bildungswerks sind leider nur bedingt für Rollstuhlfahrer*innen nutzbar: Es gibt einen Aufzug (mit den Maßen 125 cm x 70 cm). Allerdings besteht eine Kante von knapp 5 cm, um in die Räumlichkeiten zu gelangen. Es gibt keine barrierefreien Toiletten. Wir entschuldigen uns für die Umstände. Zurzeit sehen wir uns leider finanziell nicht in der Lage, den Altbau entsprechend zu sanieren.

Die Veranstaltung wird von der Berliner Landeszentrale für politische Bildung gefördert.

Antidiskriminierungsregel: Den Veranstaltenden ist ein respektvolles und diskriminierungsfreies Miteinander sehr wichtig. Störungen oder Beleidigungen führen zum Ausschluss aus der Veranstaltung. Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Zum Event

Event Detail

22. April 2026 19:00
22. April 2026 20:30
Olivaer Platz 16, 10707 Berlin

Organizers

Heinrich-Böll-Stiftung
info@boell.de
Die Heinrich-Böll-Stiftung organisiert Veranstaltungen zu Politik, Demokratie, Umwelt, Europa und internationaler Zusammenarbeit.