Kolumbien steht nach der jüngsten Präsidentschaftswahl an einem politischen Wendepunkt: Der knappe Wahlsieg des ultrarechten Kandidaten Abelardo de la Espriella hat das Land tief gespalten und wirft zahlreiche Fragen zur Zukunft von Demokratie, Sicherheit und gesellschaftlichem Zusammenhalt auf. Während die internationale Aufmerksamkeit auf die neue Regierung gerichtet ist, zeigt sich, wie globale rechtsautoritäre Strategien und digitale Kampagnen auch in Lateinamerika Wirkung entfalten.
Unsere Veranstaltung beleuchtet die Hintergründe und Folgen der Wahl 2026 in Kolumbien. Wir diskutieren, wie rechtsextreme Netzwerke und Narrative international agieren, welche Rolle Desinformation und Microtargeting im Wahlkampf spielten und welche Herausforderungen nun auf die kolumbianische Gesellschaft zukommen. Im Fokus stehen dabei auch die Auswirkungen auf Menschenrechte, den Friedensprozess und die politische Kultur des Landes.
Gemeinsam mit Miriam Heins analysieren wir die Dynamiken des Rechtsextremismus in Kolumbien und ziehen Parallelen zu globalen Entwicklungen. Seid dabei und diskutiert mit uns über die Zukunft der Demokratie in Kolumbien, die internationale Dimension rechtsextremer Bewegungen und was wir daraus für Deutschland lernen können!
Zur Person:
Miriam Heins, nahe Buxtehude aufgewachsen und in Köln Regionalwissenschaften Lateinamerika studiert, lebt und arbeitet seit 2013 in Kolumbien, bis 2023 hauptsächlich im Department Chocó in der nördlichen Pazifikregion. Dort begleitete sie mit peace brigades international (pbi) und dem Swedish Fellowship of Reconciliation (SweFOR) bedrohte Menschenrechtsverteidiger*innen und ethnisch-territoriale Organisationen. Seit 2023 arbeitet sie für die Corporación Podion in Bogotá. Dort unterstützt sie das Nationale Netzwerk für Demokratie und Frieden – Red Nacional en Democracia y Paz (RNDP) – in der politischen Bildung, Advocacy und Friedensarbeit. Die Mitgliedsorganisationen von Podion engagieren sich u.a. in den Bereichen Friedensförderung, Menschenrechte, politische Partizipation und Demokratie sowie Umweltkonflikte.