Mit einem gewaltigen („großen“) Sprung entwickelte sich China nach 1978 von einem Entwicklungsland zu einer wirtschaftlichen Weltmacht. Seitdem dies für jedermann sichtbar wurde, entfaltete sich weltweit gleichermaßen rechts und links ein an Schärfe zunehmender ideologischer Streit darüber, was das denn nun gewesen sei und wie man darauf reagieren müsse.
Dabei war China als Zentral-Reich schon vor zweitausend Jahren eine Großmacht, wenn auch bis in die 2. Hälfte des XX. Jahrhunderts polit-ökonomisch eher „introvertiert“, d.h. außenpolitisch ohne größere Ansprüche.
Seit der Zeitenwende um 1990, dem Zerfall der geopolitischen Bipolarität, befindet sich unsere noch monopolare Welt der „Weltinnenpolitik der USA“ in einer Phase des widersprüchlichen Umbruchs, der Wiederherstellung einer multipolaren Welt. Sie ist in Umrissen bereits erkennbar, doch noch nicht da. Welches sind die Voraussetzungen? Und welche Rolle kann und wird China in ihr spielen?
Referent: Dr. Jochen Willerding
Moderation: Dr. Inge Pardon
Karl-Liebknecht-Haus, Kleine Alexanderstr. 28, 10178 Berlin
Kosten: 2 €