Die HafenCity gilt als eines der größten innerstädtischen Entwicklungsprojekte Europas. Zugleich lassen sich hier Fragen von städtischer Repräsentation, investorengeleiteter Planung und dem Umgang mit Geschichte besonders anschaulich diskutieren.
Neben der im Volksmund „Kurzer Olaf“ genannten Bauruine an den Elbbrücken, der mit Mitteln aus der NS-Vergangenheit des Unternehmerns von Klaus-Michael Kühne geplanten Oper am historisch und kolonialgeschichtlich belasteten Standort Baakenhöft sowie der Gestaltung der Erinnerungskultur am Hannoverschen Bahnhof nehmen wir weitere Projekte und Entwicklungen im Stadtteil in den Blick.
Der Rundgang thematisiert Zielkonflikte zwischen öffentlichem Interesse und privaten Investitionen, zwischen Gedenken und Vermarktung sowie zwischen städtebaulichem Anspruch und sozialer Realität. Gemeinsam diskutieren wir, welche Leitbilder hier verwirklicht wurden – und welche Perspektiven dabei zu kurz kommen.
Unser Referent Marco Hosemann hat Architektur und Urban Design in Hamburg und Paris studiert und arbeitet als freier Autor, Bildungsreferent und Aktivist zu den Themenfeldern Stadt- und Baukultur.
Teilnahmebeitrag: 5€ (wird vor Ort eingesammelt)
Für den Rundgang stellen wir den Teilnehmer:innen einen Audio-Tour Empfänger zur Verfügung. Wir bitten n.M. einen eigenen Kopfhörer mit 3,5 mm Klinken-Stecker (Bluetooth geht nicht) mitzubringen.
Eine Anmeldung ist erforderlich: