Emanzipation und Revolution: Clara Zetkin in Stuttgart

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Bei der Sozialistischen Internationale 1889 in Paris hielt Clara Zetkin ein aufsehenerregendes Referat, das den Zusammenhang von sozialer Befreiung und der Emanzipation der Frauen betonte. 1890 zog sie nach Stuttgart, wo sie bis 1917 als Chefredakteurin der sozialdemokratischen Frauenzeitung „Die Gleichheit“ wirkte. Beim „Internationalen Sozialistenkongress“ in Stuttgart wurde sie 1907 zur Sekretärin der Sozialistischen Fraueninternationale gewählt. Doch die Kriegsgegnerin wurde 1914 verhaftet und bedroht und als Redakteurin von der SPD fristlos gekündigt. Als Abgeordnete der USPD und, nach der Ermordung ihrer Freundin Rosa Luxemburg, der KPD plädierte sie im Landtag 1919 für eine Fortführung der Revolution und forderte 1923 nach dem Beginn des faschistischen Terrors auch in Württemberg vergeblich eine energische Gegenwehr.

Die Stadtführung folgt den Stationen ihres Lebens von Stuttgart-West über den alten Bahnhof und die Revolutionsjahre am Schlossplatz hin zum Wohnhaus in Sillenbuch und dem von ihr mitgegründeten Waldheim. Dort schließt sich nach einer Pause um 20 Uhr ein Vortrag von Jörn Schütrumpf an, der den Schwerpunkt auf die Zeit „nach Stuttgart“ und Zetkins Kritik am oft sektiererischen Kurs der KPD legt.

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Event Detail

21. Oktober 2026 16:30
21. Oktober 2026 19:00
70197 Stuttgart

Organizers

Rosa-Luxemburg-Stiftung
info@rosalux.org
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung gehört zu den großen Trägern politischer Bildungsarbeit in der Bundesrepublik Deutschland. Sie versteht sich als ein Teil der geistigen Grundströmung des demokratischen Sozialismus.