Energiesouveränität – Versorgungssicherheit, Geopolitik, Resilienz

„Wir erleben die Mutter aller Energiekrisen.“ (Fatih Birol, IEA-Exekutivdirektor, Mai 2026)

Die Energieversorgung ist eine Frage der nationalen Souveränität. Die beiden geopolitischen Spannungsphasen seit Beginn der 2020er Jahre haben mit ihren Folgen an die wirklichen Mütter aller Energiekrisen erinnert, die von 1973 und 1979: In ihrer Energieversorgung haben die Staaten unabhängig zu sein. Deshalb muss sie langfristig sicher und sozialverträglich gestaltet werden – nicht als Kür, sondern als Pflicht.

Für Deutschland ist dieses Ziel besonders anspruchsvoll, da die Energiepolitik gleichzeitig klimapolitische, wirtschaftliche und sicherheitspolitische Anforderungen erfüllen muss. Der Ausbau erneuerbarer Energien – vor allem Wind- und Solarenergie – bildet dabei das zentrale Fundament. Ihr Anteil am Strommix wächst zwar kontinuierlich, doch der Weg zu einer vollständig souveränen Versorgung ist komplex: Er erfordert massive Investitionen in Netzausbau, Speichertechnologien und flexible Backup-Systeme.nnDie Folgen des Irankriegs, Zerstörung von Produktionsanlagen und Sperrung der Meerenge von Hormus, unterstreichen, dass die bisherige Verschleppung des Ausstiegs aus den fossilen Energien an ein Ende kommt. Über Lippenbekenntnisse hinaus ist eine Stärkung der Resilienz ernsthaft anzugehen. Es stellt sich angesichts der Neuakzeptanz von Kriegen als Mittel der politischen Auseinandersetzung die grundlegende Frage: Was bedeuten die Zusammenhänge des fossilen Phasing-out, der Konversion zu den und des Phasing-in der erneuerbaren Energien für das Überleben ohne Friedensordnung?

Ganz herzlich laden wir Sie zu einem energiepolitischen Austausch nach Berlin ein, auch als Zeichen der Wertschätzung für das Wirken von Dr. Jochen Luhmann, der diese Fragen über viele Jahre mit großer Tiefe und Weitsicht begleitet hat.

Tagungsteam: Dr. Martin Held und Jörn Schwarz (ASPO Deutschland), Prof. Dr. Hartmut Graßl und Dr. Maria Reinisch (Vereinigung Deutscher Wissenschaftler), Prof. Dr. Manfred Fischedick und Prof. Dr. Peter Hennicke (Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie).

Programm:

12:00 Anmeldung & Ankommen.

13:00 Begrüßung & Einführung mit Dr. Maria Reinisch und Jörn Schwarz.

13:30 Energiesouveränität mit Prof. Achim Wambach und Tilman Schwencke.

14:30 Klimapolitik mit Dr. Felix Matthes und Carolin Schenuit.n15:30 Kaffeepause.

16:00 Geopolitik & Resilienz mit Dr. Laima Eicke und Prof. Dr. Peter Hennicke.

17:00 Friedensordnung mit Dr. Jochen Luhmann und Abschlusspanel.

18:15 Abschluss durch Prof. Dr. Hartmut Graßl.nModeration: Dr. Maria Reinisch und Dr. Martin Held.nnGet together:

19:00 Uhr „Energisch & Souverän“ mit Prof. Dr. Ulrich Bartosch, anschließend gemeinsames Abendessen.

Bitte wählen Sie die Tickets entsprechend Ihrem Teilnahmewunsch aus. Wenn Sie sowohl an der Tagesveranstaltung als auch am abendlichen Get-Together teilnehmen möchten, wählen Sie bitte beide Tickets aus.

Tagungsbeitrag: Tagesveranstaltung regulär: 35 €, reduziert: 15 €. Get Together mit Abendessen: 40 € (inkl. 19 % USt.). Ermäßigung für Studierende, Schüler:innen, Auszubildende und Promovierende; weitere Anfragen an event@vdw-ev.de.

Bei Fragen wenden Sie sich an die VDW-Geschäftsstelle bei Luisa Lagoda: event@vdw-ev.de.

Event Detail

5. Oktober 2026 13:00
5. Oktober 2026 18:30
Ziegelstraße 30, 10117 Berlin

Organizers

Vereinigung Deutscher Wissenschaftler e.V. (VDW e.V.)
event@vdw-ev.de
Die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler e.V. (VDW) ist ein interdisziplinärer Wissenschaftsverband, der sich mit gesellschaftlicher Verantwortung von Wissenschaft, Frieden, Nachhaltigkeit und Zukunftsfragen beschäftigt.