Erinnerung an die Deportationen von Bremen nach Minsk Vortrag und Gespräch mit Siarhei Paulavitzki und Peter Christoffersen

Die heutige Oberschule Am Barkhof war im November 1941 Sammelstelle für die Minsk-Deportationen, eine zweite war die Turnhalle des heutigen Hermann-Böse-Gymnasium. Von diesen Sammelstellen aus mussten die Deportierten zum ehemaligen Lloyd-Bahnhof laufen, von dem die Züge in Richtung Minsk abfuhren.

Die erste Deportation von Jüdinnen und Juden aus Bremen sowie dem Bremer Umland im November 1941 ging in das Ghetto nach Minsk. Von den 573 verschleppten Menschen überlebten nur sechs diesen Transport, die meisten wurden bei Massentötungen innerhalb des Ghettos ermordet, andere bei Massenerschießungen im Minsker Vorort Maly Trascjanec. Bis zum Ende der Sowjetunion wurde über den Holocaust kaum erinnert und geforscht; nach 1991 entwickelte sich aber eine aktive, auch bürgerschaftliche getragene Erinnerungskultur in Belarus.

Zum 85. Jahrestag der Deportationen nach Minsk finden Vorträge stellt Peter Christoffersen von der Initiative Stolpersteine Bremen die historischen Ereignisse dar, anschließend gibt es ein moderiertes Gespräch mit Siarhei Paulavitzki aus Minsk zu dessen Perspektive aus Belarus sowie die Situation der dortigen Erinnerungskultur statt. Die Moderation übernimmt die Osteuropa-Historikerin Dr. Ulrike Huhn.


Eine Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Bremen, dem Verein Erinnern für die Zukunft e.V. und der Oberschule Am Barkhof.

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Event Detail

18. November 2026 19:00
18. November 2026 21:00
Parkallee 39, 28209 Bremen

Organizers

Heinrich-Böll-Stiftung
info@boell.de
Die Heinrich-Böll-Stiftung organisiert Veranstaltungen zu Politik, Demokratie, Umwelt, Europa und internationaler Zusammenarbeit.