Europäische Erfahrungen im Kampf gegen den Faschismus und antifaschistische Allianzen heute

Auftaktveranstaltung der bundesweiten Speakerstour zu 90 Jahre Antifaschistische Allianzen mit Marga Ferré, Bernard Schmid und weiteren Gästen

Im Januar 1936 kam die Frente Popular in Spanien an die Macht. Unter Manuel Azaña konnte mit Unterstützung der anarchosyndikalistischen Gewerkschaft eine breit gestützte Linksregierung gebildet werden. Auch in Frankreich gewann im Mai 1936 der Kandidat der „Volksfront“, Leon Blum, mit der Parole „Brot, Frieden, Freiheit“. Auch hier wurde die Front Populaire von allen wichtigen Parteien der Linken und den Gewerkschaften getragen. Im Angesicht der faschistischen Gefahr gelang der kommunistischen und sozialistischen Linken nach tiefen Spaltungen im Frühjahr 1936 endlich die Einheit. Vor allem in Frankreich setzte die Volksfront weitreichende Sozialreformen durch. In Spanien folgte nach dem Franco-Putsch im August 1936 allerdings ein brutaler Bürgerkrieg.

Die linken politischen Lager integrierend wirkte seit 1936 auch das in Amsterdam organisierte Wuppertal Komitee, ein Solidaritätsnetzwerk von deutschen und niederländischen Antifaschist:innen, das als Reaktion auf die Wuppertaler NS-Gewerkschaftsprozesse seit 1935 entstand und vor allem bemüht war internationale Aufmerksamkeit und Unterstützung zu erzielen, um so antifaschistische Kräfte zu stärken.

Heute stehen wieder rechtsextreme Kräfte vor der Regierungsbeteiligung, während die Linke gespalten ist. Was können die historischen Erfahrungen für antifaschistische Strategien in Europa in der Gegenwart bedeuten?

Marga Ferré (Izquierda Unida, CC.OO. und Vorsitzende des Transform! Europe Netzwerkes, Madrid) und Bernard Schmid, (Rechtsanwalt und Publizist, Paris), Dr. Stephan Stracke (Historiker, Wuppertal) im Gespräch mit Dr. Anke Hoffstadt (Historikerin, Düsseldorf) und Dr. Salvador Oberhaus (Rosa-Luxemburg-Stiftung, Historiker, Wuppertal)

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung, des Büros Brüssel der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW und der Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Wuppertal

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Event Detail

18. Juni 2026 19:00
18. Juni 2026 21:30
Wolkenburg 100, 42119 Wuppertal

Organizers

Rosa-Luxemburg-Stiftung
info@rosalux.org
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung gehört zu den großen Trägern politischer Bildungsarbeit in der Bundesrepublik Deutschland. Sie versteht sich als ein Teil der geistigen Grundströmung des demokratischen Sozialismus.