Die europäischen Grenzpolitiken enden nicht an den Außengrenzen der EU. Deals mit Staaten in Nord- und Westafrika zielen schon weit südlich der Mittelmeerküste auf repressive Kontrolle von Migration und Flucht – mit verhängnisvollen Folgen für die Menschen auf dem Weg. Tausende sterben im Mittelmeer, Atlantik sowie auf den Routen durch die Sahara.
Das Alarme Phone Sahara (APS) arbeitet in Agadez und im Norden Nigers, um Menschen zu unterstützen, die auf diesen Routen in Not geraten. Die Initiative organisiert Rettungen in der Wüste, dokumentiert Menschenrechtsverletzungen und leistet praktische Hilfe für Menschen, die nach Pushbacks oder Abschiebungen in der Sahara ausgesetzt werden.
Azizou Chéhou, Koordinator des Alarme Phone Sahara in Agadez & Moctar Nalossou, Co-Koordinator und Buchhalter des Projekts, berichten aus täglicher Arbeit und diskutieren Entwicklungen der Migrationspolitik im Niger und in der Region.
Eine Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt und dem Friedenkreis Hale e.V.