Vortrag und Diskussion mit Mathias Wörsching
Rund 80 Jahre nach der Befreiung vom Nationalsozialismus und Faschismus erlebt die Welt eine neue Konjunktur von Autoritarismus, Nationalismus und Militarisierung. Unsere Zeit mag sich noch einmal als Vorabend einer neuen Epoche des Faschismus herausstellen. Angesichts dessen ist der Faschismusbegriff in aller Munde; gerade in linken und liberaldemokratischen Debatten wird er (wieder) sehr häufig, sehr gegenwartsbezogen und nur zu oft polemisch verwendet.
Doch was ist Faschismus überhaupt? Wie kann er sinnvoll bestimmt und untersucht werden? Um den reich gefüllten Werkzeugkoffer der Faschismustheorien zu nutzen, muss der Faschismusbegriff vom Schlagwort zur Analysekategorie erhoben werden. Es gilt, sich auf Vielfalt und Tiefe der Theorien und Denkrichtungen einzulassen.
Mathias Wörsching ist Antifaschist, Historiker und Politologe aus Berlin, betreibt die Internetseite faschismustheorie.de und hat 2020 (unter Mitarbeit von Fabian Kunow) das Buch „Faschismustheorien. Überblick und Einführung“ in der Reihe theorie.org des Schmetterling-Verlags veröffentlicht. Im Frühjahr 2024 erschien der von ihm zusammen mit Alexander Häusler verfasste Beitrag „Faschismus: Begriff, Geschichte, Forschung“ für das „Handbuch Rechtsextremismus“
Am Samstag, den 16. Mai findet von 10:00 bis 16:00 ein Tagesworkshop mit Mathias Wörsching statt: Kernelemente des Faschismus gestern und heute – Einführendes faschismustheoretisches Seminar in antifaschistischer Absicht.
Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg