Auf den Spuren feministischer Kämpfe – gestern, heute, morgen
Noch immer kämpfen wir gegen patriarchale Strukturen, sexistische Gesetze und die unsichtbare Last der Care-Arbeit. Noch immer wehren wir uns gegen sexualisierte Gewalt, gegen LGBTQIA+-Feindlichkeit und gegen den Backlash antifeministischer Kräfte. Der Kampf geht weiter – und er hat eine lange Geschichte.
Das Seminar nimmt uns mit auf eine Reise durch die Vergangenheit und Gegenwart feministischen Begehrens: Errungenschaften wie das uneingeschränkte Wahlrecht, die Befreiung von den Kolonialherren, liberale Abtreibungsgesetze oder ein modernes Sexualstrafrecht haben wir den rebellischen Frauen und Queers in unserer und vor unserer Zeit zu verdanken. Mit einer Reihe von Zitaten tauchen wir in die Geschichte und Gegenwart des Feminismus ein.
Geschlecht ist verknüpft mit Klasse, Hautfarbe, Herkunft, Behinderung, sexueller Orientierung und weiteren Lebensrealitäten. Wie sind Privilegien und Diskriminierungen miteinander verschränkt, und wie könnte ein inklusiver Feminismus aussehen, der diesen verschiedenen Dimensionen Rechnung trägt? Gemeinsam analysieren wir Beispiele aus Alltag, Politik und Medien, um solidarische Praxen zu stärken. Wie können verschiedene Kämpfe sich gegenseitig tragen und wie können wir queere, nicht-binäre, trans* sowie rassismuskritische Perspektiven sichtbar machen?
- Alina Kopp (sie/ihr) macht politische Jugendbildung und erstellt digitale Bildungsmaterialien für die Bildungsplattform L!NX der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Zudem ist sie in der Gewerkschaftsarbeit als Organizerin aktiv.