Die Arbeitswelt ist ein zentraler Ort politischer Auseinandersetzung: Fragen von Mitbestimmung, sozial-ökologischer Transformation, Migration, Demokratie und gesellschaftlichem Zusammenhalt zeigen sich hier unmittelbar im Alltag der Beschäftigten. Aufsuchende politische Bildung setzt genau hier an – niedrigschwellig, dialogisch und lebensweltorientiert.
Die zweitägige Fortbildung richtet sich an Trainer/-innen, Bildner/-innen und Projektverantwortliche der politischen Erwachsenenbildung, die im Feld der aufsuchenden politischen Bildung am Arbeitsplatz tätig sind oder tätig werden möchten. Die Teilnahme an einer vorhergehenden Fortbildung ist keine Voraussetzung. Unterschiedliche Erfahrungshintergründe sind ausdrücklich willkommen.
Im Mittelpunkt steht der Austausch über gute Praxis, der Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Alltagspraxis sowie die Reflexion der eigenen pädagogischen Haltung und Rolle. Anhand konkreter Beispiele werden Qualitätsmerkmale aufsuchender politischer Bildung im Betrieb diskutiert und weiterentwickelt. Fachliche Impulse bieten Orientierung zu zentralen Spannungsfeldern – etwa zwischen Neutralität und Positionierung, Bildungsanspruch und betrieblicher Realität oder Nähe und Distanz im Arbeitskontext. In Fallarbeiten und Transferwerkstätten erweitern die Teilnehmenden ihr Handlungsrepertoire und entwickeln konkrete Ansätze für die eigene Praxis.
Die Fortbildung legt Wert auf Lebens- und Arbeitsweltbezug, Subjekt- und Transferorientierung. Ergänzt wird das Programm durch interaktive Vernetzungsformate, die den kollegialen Austausch und die nachhaltige Zusammenarbeit stärken.