„Eine Stunde ein Jude“. Geschichten gegen Antisemitismus

Der Judenhass ist alt, groß und mächtig. Die Lehre nach dem Zivilisationsbruch von Auschwitz hieß einmal: „Nie wieder!“ Aber noch immer wirkt das antisemitische Ressentiment wie eine Seuche bis in die bürgerliche Mitte der deutschen Gesellschaft hinein. In seinem Buch „Eine Stunde ein Jude“ präsentiert Kurt Oesterle literarische Texte gegen den Antisemitismus aus den letzten 200 Jahren. Es handelt sich dabei jedoch nicht um eine reine Anthologie. Die Texte werden mit Kommentaren und Erläuterungen versehen, die auf dem heutigen Wissensstand das Phänomen der Judenfeindschaft in seinen vielen Facetten durchleuchten. Es soll gezeigt werden, wie diese Feindschaft ästhetisch und emotional „funktioniert“.

Zusammen mit der Sprecherin Jule Hölzgen, die Texte aus dem Buch vorträgt, zeigt er aber auch, dass es in der deutschen Literatur einen Traditionsstrang gibt, der als „Verteidigung des Jüdischen“ zu würdigen ist. Nach der Lesung ist eine Diskussion mit dem Publikum geplant.

Der Eintritt ist frei.

Die Veranstaltung in Kooperation mit dem Freundeskreis Jacob Picard statt.

Event-Infos

26. Februar 2023 11:00
26. Februar 2023 12:30
Hauptstraße 35 78337 Öhningen-Wangen

Veranstalter

Friedrich-Ebert-Stiftung
Die FES ist die älteste politische Stiftung Deutschlands. Benannt ist sie nach Friedrich Ebert, dem ersten demokratisch gewählten Reichspräsidenten. Als parteinahe Stiftung orientieren wir unsere Arbeit an den Grundwerten der Sozialen Demokratie: Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Als gemeinnützige Institution agieren wir unabhängig und möchten den pluralistischen gesellschaftlichen Dialog zu den politischen Herausforderungen der Gegenwart befördern. Wir verstehen uns als Teil der sozialdemokratischen Wertegemeinschaft und der Gewerkschaftsbewegung in Deutschland und der Welt. Mit unserer Arbeit im In- und Ausland tragen wir dazu bei, dass Menschen an der Gestaltung ihrer Gesellschaften teilhaben und für Soziale Demokratie eintreten.