Das Corona-Virus hat das globale System des Kapitalismus in seiner Krisenhaftigkeit sichtbar gemacht. Der gigantische Raubbau der Natur, die Zerstörung von Naturzonen, die Einengung natürlicher Lebensräume der Tiere, industrielle Landwirtschaft und Massentierhaltung haben dem Virus den Boden bereitet.
Filmriß Oldenburg möchte in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen mit einem Dokumentarfilm und einem Vortrag die Diskussionen zur Pandemie mit einer gesellschaftskritischen Analyse erden. Die Auseinandersetzung soll mit dem Abstand von einigen Jahren versachlicht und in den Zusammenhang einer materialistischen Kritik gestellt werden, die nicht individualistisch argumentiert, sondern die Veränderung der Verhältnisse anstrebt. Welche Schlüsse können wir für eine andere Gesundheitspolitik aus den Erfahrungen der Pandemie ziehen? Wir freuen uns auf die Diskussion mit Euch.
Vortrag mit Diskussion von Wolfgang Hien, Wissenschaftler und Praktiker mit langjährigen Erfahrungen aus dem Arbeitsschutz. Er war seit 1989 in Forschung und Lehre tätig und zwischen 2003 und 2005 Referatsleiter für Gesundheitsschutz beim DGB-Bundesvorstand.
Der Veranstaltungsort ist mit dem Fahrstuhl barrierefrei zu erreichen.
Hinweis: Am 18.3. zeigen wir den Dokumentarfilm BLAME (Schweiz 2025, Regie: Christian Frei). Der Film besteht aus zwei Teilen, er setzt sich einmal mit der immer größeren Nähe von Menschen und Wildtieren auseinander. Im zweiten Teil geht es um Medienkritik, massenmediale pseudo-Nachrichtenformate hatten vor allem in den USA hysterisch inszenierte faktenfreie Mythen zum Ursprung der Pandemie in Umlauf gebracht.