Wirtschaftliche Strukturen sind eng mit Fragen von Geschlechtergerechtigkeit, Teilhabe und nachhaltiger Entwicklung verbunden. Gleichzeitig bleiben zentrale Aspekte wie Sorgearbeit, soziale und ökologische Gerechtigkeit sowie alternative Wirtschaftsmodelle in politischen und wirtschaftlichen Debatten oft unterbelichtet. Doch wie können Märkte und Wirtschaftsbeziehungen gerechter gestaltet werden? Anhand von Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis sowie Beispielen aus Lateinamerika diskutieren wir, welche Ansätze zu mehr Geschlechtergerechtigkeit und nachhaltigem Wirtschaften beitragen können und welche politischen Rahmenbedingungen dafür notwendig sind.
Die Online-Veranstaltungsreihe in Kooperation mit der Außenstelle Stuttgart von Engagement Global rückt globale Entwicklungen in den Fokus, die eines deutlich machen: Geschlechtergerechtigkeit ist kein Randthema, sondern eine zentrale Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung, Frieden und wirtschaftliche Stabilität. Auch der aktuelle Reformplan des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bekräftigt die feministische Ausrichtung der deutschen Entwicklungspolitik. Fortschritte in Richtung Gleichberechtigung wurden und werden vielerorts durch das Engagement von Frauen, feministischen Bewegungen und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen erkämpft. Gleichzeitig geraten diese Errungenschaften weltweit durch zunehmende antifeministische und autoritäre Gegenbewegungen unter Druck. In drei Online-Veranstaltungen beleuchten wir Machtverhältnisse und Verantwortlichkeiten in unterschiedlichen Handlungsfeldern: von globalen Wirtschaftsstrukturen über den Zugang zu sexuellen und reproduktiven Rechten bis hin zu sicherheitspolitischen Fragen und Friedensprozessen in Konfliktregionen. Die Reihe verbindet Impulse aus Wissenschaft und Praxis mit moderierten Gesprächen und eröffnet Raum für neue Perspektiven. Welche Hebel stehen für mehr globale Gerechtigkeit zur Verfügung? Wie greifen Entwicklungs-, Gesundheits- und Sicherheitspolitik ineinander? Und was braucht es, damit Geschlechtergerechtigkeit nicht nur politisches Leitbild bleibt, sondern gelebte Realität wird?