Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Susanne Baer hat als ehemalige Richterin des Bundesverfassungsgerichts viele Erfahrungen mit der Funktions- und Arbeitsweise des Gerichts gesammelt, welche sie im Buch „Rote Linien“ zusammengetragen hat. Gleichzeitig ist sie Professorin für Öffentliches Recht und Geschlechterstudien an der Humboldt-Universität zu Berlin. Feministische Rechtswissenschaft ist einer ihrer Arbeitsschwerpunkte. Rechtssoziologisch und historisch richtet sie den Blick u.a. auf die Bedeutung von Geschlecht im Recht, die Frage nach der Objektivität von Recht und dessen emanzipatorischer Funktion. Diese theoretischen Überlegungen wendet sie auf konkrete Kontroversen unserer Zeit an, wie bspw. reproduktive Gerechtigkeit, Recht gegen sexualisierte Gewalt und Lohngleichheit. In ihrem Vortrag wird sie beide Perspektive einbringen und Gleichheit kontrovers diskutieren.
Referentin: Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Susanne Baer (Humboldt-Universität zu Berlin)
Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt mit dem Gleichstellungsteam der Juristischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.