In diesem Bildungsurlaub soll es darum gehen, am Beispiel der Stadt Graz zunächst einen Blick in die politische Geschichte Österreichs im 20. Jahrhundert zu richten. Welche Auswirkungen hatte der spezielle Austrofaschismus, der „Anschluss“ an das nationalsozialistische Deutschland für die österreichische Gesellschaft insbesondere im Hinblick auf Verfolgung der und Ermordung von Juden und Jüd*innen und Menschen im Widerstand? Welche Rolle spielte insbesondere der kommunistische Widerstand – und welche Rolle hatte die KPÖ in der Nachkriegszeit in Österreich? In diesem Zusammenhange wird auch die Geschichte der Partisan*innen in der Grenzregion Österreich-Slowenien ein Thema des Bildungsurlaubs sein.
Heute erzielt die KPÖ in den Städten Graz und Salzburg Aufsehen erregende kommunalpolitische Erfolge. Wie sich diese linke Kommunalpolitik entwickelt hat – und welche Faktoren relevant sein können für eine antifaschistisch gegründete sozial gerechte Politik vor Ort werden wir in diesem Bildungsurlaub mit kommunalpolitischen Vertreter*innen in Graz diskutieren.
Einige Programmpunkte:
- „Graz von unten” zur Geschichte der sozialen Bewegungen in der Stadt
- Besuch der Gedenkstätte “Lager Liebenau”
- Gespräche mit Vertreter*innen der KPÖ in Graz
- Die Siedlung Grünanger – gelungene kommunale Wohnungsbaupolitik
- Maribor (Slowenien) Geschichte der Partisan*innen in der Grenzregion
Kosten: 880,- Euro im Doppelzimmer (990,- Euro im Einzelzimmer), enthält Übernachtung mit Halbpension, Eintritte und Transport vor Ort. An- und Abreise sind selbst zu organisieren.
Ort: Hotel Drei Raben, Graz
Termin: 9.-15. Mai 2027
Dieser Bildungsurlaub wird organisiert von Arbeit und Leben im Kreis Herford DGB/VHS e.V. in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW. Für Rückfragen bitte an info@aul-herford.de schreiben.