Hassrede im Netz ist kein Randphänomen, sondern ein strukturelles Problem, das Menschen einschüchtert, zum Schweigen bringt und demokratische Debatten vergiftet. Ableismus, Klassismus, Rassismus, Sexismus und andere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit verbreiten sich gezielt und nach System. Wer die Mechanismen dahinter versteht, kann ihnen etwas entgegensetzen.
Was dich erwartet
Der Workshop analysiert, woher Hass im Netz kommt, welche Gruppen besonders betroffen sind und welche Taktiken Hater*innen gezielt einsetzen. Auf dieser Grundlage entwickelst du konkrete Counter-Speech-Strategien, mit denen du in digitalen Räumen aktiv werden kannst. Theorie und Praxis greifen dabei ineinander: Inputs und Beispiele aus dem Netz wechseln sich mit interaktiven Übungen ab, in denen du Gegenstrategien ausprobierst und Feedback bekommst.
Was du mitbringst
Vorerfahrung brauchst du keine, nur die Bereitschaft, dich mit einem unbequemen Thema auseinanderzusetzen und aktiv mitzumachen.
Für wen der Workshop passt
Der Workshop passt zu dir, wenn du dich gegen digitale Hetze engagieren und dazu beitragen willst, dass demokratische Debatten im Netz möglich bleiben.
Was du mitnimmst
Du verstehst, wie Hassrede funktioniert und nach welchen Mustern sie operiert, und du hast Strategien zur Hand, mit denen du souverän und gezielt reagieren kannst.
Wer dich begleitet
Said Rezek ist Politikwissenschaftler, Trainer und freier Journalist. Er schreibt insbesondere über Medien, Muslime, Migration und Rassismus – unter anderem für die „taz“, den „NDR“ und „MIGAZIN“.
Sein Buch „Bloggen gegen Rassismus – Holen wir uns das Netz zurück“ wurde 2021 in der Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung veröffentlicht und stand auf der Shortlist des Selfpublishing Buchpreises 2021 in der Kategorie Sachbuch/Ratgeber. Darin setzt sich Rezek mit der rechten Szene im Netz auseinander und zeigt, wie jede*r gegen Rassismus aktiv werden kann.