Russlands umfassender Angriffskrieg gegen die Ukraine hat das Verständnis moderner Konflikte grundlegend verändert. Zeitgenössische Kriegsführung reicht weit über das eigentliche Schlachtfeld hinaus und richtet sich zunehmend gegen ganze Gesellschaften – durch Desinformation und Informationskrieg, Cyberoperationen, energiepolitische Erpressung, wirtschaftlichen Druck, kulturelle Einflussnahme sowie systematische Angriffe auf demokratische Institutionen und das Vertrauen der Öffentlichkeit.
Die Ukraine ist dabei nicht nur zu einem Testfeld hybrider Kriegsführung geworden, sondern auch zu einer zentralen Quelle praktischen Wissens über umfassende Verteidigung. Unter permanentem Druck haben ukrainische Institutionen und die Zivilgesellschaft einen gesamtgesellschaftlichen Ansatz entwickelt, der militärische Bereitschaft mit ziviler Resilienz, strategischer Kommunikation, dem Schutz kritischer Infrastrukturen sowie einer engen Zusammenarbeit zwischen staatlichen Akteuren, Medien und zivilgesellschaftlichen Initiativen verbindet.
Diese Podiumsdiskussion bringt Expert*innen aus der Ukraine und der EU zusammen, um die Lehren aus den Erfahrungen der Ukraine zu analysieren – insbesondere in den Bereichen strategische Kommunikation und zivilgesellschaftliches Engagement. In ganz Europa ist eine starke politische Führung erforderlich, um diese Erkenntnisse aufzugreifen und breite öffentliche Unterstützung sowie bürgerschaftliches Engagement für demokratische Resilienz zu gewinnen.