Im Gespräch mit Zeitzeugin Svitlana Petrovska

Svitlana ist sechs Jahre alt, als das nationalsozialistische Deutschland 1941 die Sowjetunion überfällt und die Ukrainische Sowjetrepublik besetzt. Ihre Großmutter Anna und ihre Tante Ljolina werden gemeinsam mit mehr als 33.000 weiteren jüdischen Menschen in Babyn Jar ermordet. Zusammen mit ihrer Mutter Anna flieht sie in das Landesinnere der Sowjetunion und kehrt nach dem Krieg nach Kiew zurück.

Ihr Vater Wassilij kämpft in der Roten Armee. Als jüdischer Kriegsgefangener wird er zunächst in das Konzentrationslager Mauthausen verschleppt. Nach seiner Befreiung durch die Amerikaner endet sein Leidensweg jedoch nicht: Er wird in einen sowjetischen Gulag deportiert.

Svitlana wird später Lehrerin und Historikerin. Im Laufe ihres langen Lebens erlebt sie den Stalinismus, die Sowjetunion, deren Zerfall, die Revolution 2014 sowie den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Im Jahr 2022 muss sie erneut vor Krieg und Zerstörung fliehen und findet in Deutschland Schutz. Trotz der Verfolgung ihrer Familie, von Krieg, Diktatur und Vertreibung hat sie ihren Glauben an die Menschlichkeit und ihre Liebe zu Kindern nie verloren.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus.

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Event Detail

13. Oktober 2026 18:00
13. Oktober 2026 19:30
John-F.-Kennedy-Platz 1, 10825 Berlin

Organizers

Amadeu Antonio Stiftung
info@amadeu-antonio-stiftung.de
Die Amadeu Antonio Stiftung setzt sich bundesweit für eine demokratische Zivilgesellschaft ein, die sich aktiv gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus wendet. Sie fördert Initiativen, die sich für eine vielfältige und solidarische Gesellschaft engagieren.