Die Linke erarbeitet sich ein neues Grundsatzprogramm. Doch seit dem Erfurter Programm hat sich vieles geändert. Der Kapitalismus ist ein anderer geworden, die Gesellschaft ist im Umbruch. Die Situation ist geprägt von einer blockierten Transformation im Westen, von Faschisierung und spätneoliberaler Angriffe auf Sozial- und Arbeitsrechte. International fragmentiert die Globalisierung infolge von Handelskriegen und einer neuen Blockbildung zwischen den USA und China um die hochtechnologische Führung künftiger kapitalistischer Entwicklung.
Wie begreifen wir all diese Veränderungen? Und was bedeuten sie für die gesellschaftliche Linke wie die Partei Die Linke? Welche strategischen Schlussfolgerungen sind zu ziehen? Denn ein Programmprozess bedeutet nicht ein paar Grundsätze zu fixieren, sondern eine breite Debatte über die gesellschaftliche Lage, die Situation der Linken, Ziele, die wir gewinnen wollen und Mittel, um diese zu erreichen.
- Begrüßung: Mario Candeias (Rosa-Luxemburg-Stiftung)
- Klaus Dörre (Universität Kassel und Jena)
- Alex Wischnewski (Feministin, FLINTA-Redaktion der Zeitschrift LuXemburg, Berlin)
- Christoph Spehr (Co-Vorsitzender Die Linke Bremen)
- Moderation: Anna Mehlis (Universität Jena)
Alle drei Referent*innen wie die Moderatorin sind Mitglieder der AG „In welchen Kapitalismus leben wir – welchen Sozialismus wollen wir“ bzw. der queer-feministischen AG bei der Programmkommission Der Linken.