Interdependenzbewusst gegen Antisemitismus und Rassismus

Aktuelle Debatten über „importierten“ Antisemitismus oder Diskurse über ein „christlich-jüdisches Abendland“ lassen den Eindruck entstehen, dass von Antisemitismus und von Rassismus betroffene Menschen zueinander in Konkurrenz, wenn nicht sogar in Konflikt stünden. In pädagogischen und zivilgesellschaftlichen Räumen kann es dadurch oftmals so erscheinen, dass es kaum (mehr?) möglich ist, sich gleichzeitig und gleichwertig gegen beide Diskriminierungsformen einzusetzen. Oder dass wir uns im Zweifelfall sogar entscheiden müssten, welche von beiden uns wichtiger ist.

In der zweitägigen Fortbildung wollen wir uns mit Konzepten und Handlungsansätzen beschäftigen, die es ermöglichen, sowohl gegen Antisemitismus und Rassismus zu wirken und dabei zu vermeiden, selbst zu diesen Konkurrenz- und Entweder-Oder-Logiken beizutragen.

Hierfür werden wir uns u.a. mit folgenden Fragen beschäftigen: Was sind Antisemitismus und Rassismus überhaupt? Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede kennzeichnen sie? Was sind Interdependenzen von Rassismus und Antisemitismus und wie tragen sie dazu bei, dass es zurzeit so schwierig zu sein scheint, beide Diskriminierungen nicht gegeneinander auszuspielen? Wie können wir uns in Bildung und Zivilgesellschaft wirkungsvoll gegen beide einsetzen, durch Antisemitismus und/oder Rassismus Betroffene schützen und stärken und dabei eher verbindend als trennend wirken? Und nicht zuletzt: wie können wir mit der oftmals hohen Emotionalität im Themenfeld umgehen?

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem BildungsBausteine-Projekt „as_ra – Intersektional gegen Rassismus und Antisemitismus“ (www.as-ra.org) statt, Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“, dem Staatsministerium aus Landesmitteln, die der Landtag Baden-Württemberg beschlossen hat sowie der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung im Rahmen des Landesprogramms gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus.

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Event Detail

5. Mai 2026 9:00
6. Mai 2026 16:00
Rathausgasse 33, 79098 Freiburg

Organizers

Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg
poststelle@lpb.bwl.de
Die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB BW) ist eine Einrichtung des Landes und bietet offene Veranstaltungen der politischen Bildung (u. a. Vorträge, Seminare, Tagungen, Podiumsdiskussionen, Aktionen).