Jugendkultur und Opposition im Nationalsozialismus

Mit Sascha Lange (Autor)

Ob Swingjugend, Edelweißpiraten, Meuten, Fahrtenstenze in Hamburg, Köln, Leipzig, Berlin, München und anderswo – überall in Deutschland gründeten sich zwischen 1933 und 1945 Jugendgruppen, die sich dem NS-Regime verweigerten und stattdessen ihre eigenen Subkulturen pflegten. Mit eigenem Dresscode, eigenen Liedern und eigener Freizeitgestaltung, autonom und selbstbestimmt. Dafür scheute man auch nicht die direkte Konfrontation mit der Hitlerjugend und drängte stellenweise sogar deren Einfluss zurück, mit Flugblättern, Anti-Nazi-Graffitis, Überfällen auf HJ-Heime – nicht nur in Großstädten, sondern auch in der Provinz, in Erfurt, Weida, Waltershausen, Gotha und Eisenach.

Der Vortrag gibt einen Überblick über die vielfältigen Formen von Opposition und Widerstand durch Jugendliche sowie die Swingjugend als erste Jugendsubkultur der Moderne. Dazu werden zahlreiche Fotos gezeigt und aus Originaldokumenten gelesen.

Sascha Lange aus Leipzig ist Buchautor und promovierter Historiker. Er arbeitet zu Jugendkulturen im 20. Jahrhundert.

Gemeinsam mit Bildung vereint e.V.

Zum Event

Tags:

Event Detail

22. September 2026 19:00
22. September 2026 21:00
Am Tivoli 3, 99867 Gotha

Organizers

Rosa-Luxemburg-Stiftung
info@rosalux.org
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung gehört zu den großen Trägern politischer Bildungsarbeit in der Bundesrepublik Deutschland. Sie versteht sich als ein Teil der geistigen Grundströmung des demokratischen Sozialismus.