Was bedeutet der forcierte Einsatz von künstlicher Intelligenz für Arbeit und Demokratie – Entlastung von Arbeit oder neue Formen der Beherrschung? Der Vortrag bündelt zentrale Entwicklungen im Vorfeld der Agenda 2030 und rückt eine marxistische Diagnose ins Zentrum: den tendenziellen Fall der Profitrate. Infolge des Überhangs an konstantem Kapital (Maschinen, Infrastruktur und Algorithmen) im Verhältnis zu sinkendem variablem Kapital (Arbeitskraft) verschärft sich der Druck auf deren Verwertung. Die Folge ist keine Befreiung von Arbeit, sondern ihre Intensivierung: Hypertechnisierung, umfassende Algorithmisierung, rigide Kontrolle und gleichzeitige Verelendung trotz Beschäftigung.
Mit Dr. Barbara Eder, freie Publizistin und Lehrbeauftragte, Wien.
Eine Veranstaltung der RLS.SH in Kooperation mit der MASCH Wedel.