Die Verbreitung von KI in vielen gesellschaftlichen und sozialen Anwendungen nimmt immer mehr Gestalt an. KI-Systeme in Form von Robotern werden beispielsweise als höfliche, aufmerksame und kompetente Gesprächspartner empfunden und agieren in sozialen Situationen, die bisher ausnahmslos den Menschen vorbehalten waren.
Wenn menschliche Aufgabenbereiche an die KI übertragen werden, ergeben sich viele neue Fragen nach dem Status, den wir virtuellen und menschenähnlichen Identitäten zuweisen: Sind wir bereit die KI als gleichberechtigte Gesprächspartner zu akzeptieren oder sehen wir darin unliebsame Konkurrenten? Wie echt ist diese Kommunikation und sich daraus ergebender Beziehungen? Die Innovationsdynamik zwingt auf der einen Seite zu schnellem Einsatz von KI, gleichzeitig ist völlig offen, wohin diese Entwicklung führt. Eine neue Elite von Tech-Milliardären spielt in der Gestaltung unserer künftigen Kommunikationsumwelt eine Schlüsselrolle. Die Entwicklung von menschenähnlichen Robotern, synthetischen Identitäten und Deepfake führen unweigerlich zu der Frage: Was macht den Menschen zum Menschen? Wenn KI ein mindestens gleichwertiger Interaktionspartner ist, kann sie dann menschliche Rechte beanspruchen und ist dies nicht gleichzeitig eine Abwertung menschlicher Identität?
In diesem Filmseminar untersuchen wir, wie Filme neue gesellschaftsformende Kräfte und die fundamentale Fragen des Menschseins aufgreifen. Dazu sichten wir – ganz oder in Ausschnitten – Spielfilme und Dokumentarfilme zu den Themen Künstliche Intelligenz und Robotik.