Ein Gespräch über die Verwerfungen der Klassengesellschaft und was dagegen zu tun ist
Nicht nur zwischen Arm und Reich, zwischen Lohnarbeit und Kapital vertiefen sich die Gräben. Auch die Arbeits- und Lebensbedingungen zwischen verschiedenen Beschäftigtengruppen entwickeln sich auseinander: Stammbeschäftigte arbeiten mit Leiharbeitenden gut zusammen, werden aber von den Unternehmen bei Entgelten und Arbeitsverhältnissen gespalten. Qualifizierte Expert*innen verdienen gut, Arbeiter*innen in Lieferdiensten hangeln sich in prekären Beschäftigungsverhältnissen durch.
Alles eine Arbeiterklasse? Nur für das Kapital ist diese Spaltung gut. Für alle Lohnabhängigen stellt sich nur eine Frage: Wie kann solidarische Gegenmacht entwickelt werden?
In ihrem Buch „Klassengesellschaft akut – warum Lohnarbeit spaltet und wie es anders gehen kann“ fragt Nicole Mayer-Ahuja nach den Erfahrungen, die die verschiedenen Beschäftigtengruppen verbinden und die Grundlage für Solidarität bilden können.
Der Kölner DGB-Vorsitzende Witich Roßmann versucht, mit und in den Gewerkschaften solidarisches Handeln zu entwickeln – von den Ford-Arbeiter*innen bis zu den Fahrer*innen der Lieferdienste, und befragt die Befunde der Arbeitssoziologin.
Moderation: Prof. Dr. Eva Bockenheimer
- Die Teilnahme ist für alle Interessierten frei und ohne Anmeldung möglich.
Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW, des DGB Köln, der Technischen Hochschule Köln, des AStA der Universität zu Köln, des AStA der TH Köln und SoFoR – Sozialistisches Forum Rheinland