Der VW-Standort Osnabrück mit seinen knapp 2.000 Arbeitsplätzen ist von der Schließung bedroht. Seit über einem Jahr gibt es Spekulationen darüber, ob das Werk zukünftig Rüstungsgüter produzieren könnte. Schließung oder Militärproduktion – diese Optionen stehen beispielhaft für die aktuellen Entwicklungen der Automobil- und Zuliefererindustrie in Deutschland.
Doch es gibt auch einen anderen Transformationspfad: Die Konversion des Werks in einen Standort für die Produktion von Kleinbussen – zivil und ökologisch. Wie diese Potentiale aussehen und welche politischen Weichenstellungen es braucht, um in Osnabrück Kleinbusse statt Kriegsgerät zu entwickeln, hat eine Studie ermittelt, die von der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Auftrag gegeben wurde.
Erste Ergebnisse der Studie werden durch Jule Heinz-Fischer und Dr. Hendrik Sander am 2. Juni in Osnabrück vorgestellt werden. Wir werfen einen Blick darauf, welche Bedarfe es nach Kleinbussen für den Nahverkehr gibt, wie diese in der Region eingesetzt werden könnten und was die Konversion für das Werk als solches bedeuten würde. Damit stoßen wir die Debatte um eine sozial-ökologische Zukunft des VW-Werks Osnabrück neu an und loten aus, was wir aus dem Beispiel Osnabrück für die Debatte um eine zivile Konversion für andere Automobilstandorte lernen können. Es kommentiert Max Wilken von Communia e.V.
Wir laden alle Interessierten aus der Osnabrücker Stadtgesellschaft und aus der Belegschaft des Werkes herzlich ein, vorbeizukommen und mit uns über die Zukunft des Werkes zu diskutieren.
Die Veranstaltung findet als Kooperation zwischen der Rosa-Luxemburg-Stiftung, ROBIN WOOD, Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen und dem Zukunftswerk Osnabrück statt.