Vortrag mit Tobias Pflüger zur Gefahr eines US-Krieges gegen Kuba.
Tobias Pflüger ist Politikwissenschaftler und war Europaabgeordneter (2004 – 2009) und Bundestagsabgeordneter (2017 – 2021) sowie stellvertretender Vorsitzender der Partei DIE LINKE (2014 – 2022).
Der US-Präsident Donald Trump hat getönt, er könne Kuba jederzeit „übernehmen“. Offen blieb dabei, ob militärisch oder wie in Venezuela militärisch-wirtschaftlich gekoppelt. Zugleich führt die USA (und Israel) einen völkerrechtswidrigen Krieg gegen den Iran, der außer tausenden toten Zivilistinnen und Zivilisten bisher nicht das gebracht hat, was Trump verkündete. Stattdessen hat Trump mit dem Irankrieg die gesamte Weltwirtschaft ins Chaos gestürzt, u.a. da der Iran die Straße von Hormoz geschlossen hat. Mit der Militärintervention in Venezuela und der Entführung des dortigen Staatschefs Nicolas Maduro wurde deutlich: Das eigentliche Ziel der US-Führung ist Kuba.
Durch den de facto Regimechange in Venezuela ist die Energieversorgung auf Kuba zusammengebrochen. Die wirtschaftliche Situation auf Kuba ist durch die Dauersanktionen der USA und nun das de facto Ölembargo richtig katastrophal geworden. US-Außenminister Marco Rubio ist Exil-Kubaner und hat offensichtlich ein besonderes Interesse am Sturz der derzeitigen Regierung in Kuba. Gleichzeitig finden direkte Gespräche zwischen Washington und Havanna statt. Auch der Iran führte Verhandlungen und wurde dennoch angegriffen.
Wie real ist die Kriegsgefahr gegenüber Kuba? Welche Rolle spielen die derzeitigen Kriege der USA und welche Rolle spielt die die Europäische Union und welche die Bundesregierung und was können wir als Menschen, die mit den Menschen in Kuba solidarisch sind, konkret tun? Diese Fragen wollen wir mit Tobias Pflüger von der Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V. besprechen und diskutieren.
Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V., Regionalgruppe Karlsruhe, und dem Rosa-Luxemburg-Club Karlsruhe.